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::: Pressemitteilung vom 01.10.2003 :::

Künstliche Ernährung ist kein Genuss
Kinderherzen heilen e.V. fordert Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung für Sondennahrung

Gießen, 01.10.2003.
Der Verein Kinderherzen heilen e.V. fordert Bundesfinanzminister Hans Eichel auf, die Mehrwertsteuererhöhung auf Sondennahrung zurückzunehmen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass für flüssige Sondennahrung ab dem 1. Juli 2003 statt bisher sieben Prozent Mehrwertsteuer 16 Prozent erhoben wird. Begründet wurde diese Anhebung vom Parlamentarischen Staatssekretär Karl Diller mit der Gleichsetzung von Sondennahrung mit Genussgetränken. Für Lebensmittel gilt der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent. Patientengruppen und Krankenkassen haben massiv gegen die Verteuerung der Sondennahrung protestiert und Hans Eichel Zynismus vorgeworfen.

Auch von den rund 6.000 Babys, die pro Jahr in Deutschland mit einem Herzfehler geboren werden, müssen die meisten vorübergehend über eine Magensonde künstlich ernährt werden, hauptsächlich nach der Geburt oder nach Operationen. Herzkranke Kinder leiden häufig unter Gedeih- und Entwicklungsstörungen. Einige sind auch langfristig auf Sondennahrung angewiesen.

»Die Definition des Parlamentarischen Staatssekretärs ist nicht nur menschenverachtend, weil sie die Realität der Patienten ignoriert, sondern schlicht falsch«, empört sich der Vorsitzende von Kinderherzen heilen e.V., Thomas Batinic, »Patienten, die Sondennahrung erhalten, können keine feste Nahrung aufnehmen. Weder bevorzugen Sie flüssige Nahrung, noch betrachten sie diese als Genussmittel - sie haben einfach keine andere Wahl.«

Alle Patienten, die Sondennahrung erhalten, würden sicher gern darauf verzichten. Für die Mitglieder von Kinderherzen heilen e.V. ist die Definition des Bundesfinanzministeriums nicht nachvollziehbar.

»Ohne die zeitweise Ernährung über eine Magensonde wäre das ohnehin oft ungewisse Überleben herzkranker Kinder zusätzlich gefährdet«, so Batinic weiter, »doch niemand wird Kinder länger als nötig künstlich ernähren oder Sondennahrung ohne medizinische Indikation verabreichen. Die Einstufung lebensnotwendiger Flüssignahrung als Genussgetränk verkennt ihren medizinischen Zweck.«

Der Verein Kinderherzen heilen e.V. ist auch im Internet: www.kinderherzen-heilen.de.

Thomas Batinic

268 Wörter, 2188 Zeichen

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© 2003 Kinderherzen heilen e.V.
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Künstliche Ernährung ist kein Genuss
Kinderherzen heilen e.V. fordert Rücknahme der Mehrwertsteuer-Erhöhung für Sondennahrung

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