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::: Pressemitteilung vom 01.09.2002 :::

Kinder-Herzzentrum Gießen in Gefahr


Gießen, 01.09.2002.
In der Aufsichtsratssitzung des Uniklinikums am kommenden Mittwoch steht nun endlich das Kinderherz-Zentrum auf der Tagesordnung. Ein ganz entscheidender Punkt dabei wird die bessere Ausstattung der Kinderherzchirurgie sein. Schon seit vielen Monaten treibt uns die Sorge um, dass die schlechten Rahmenbedingungen im Gießener Uniklinikum für unsere herausragenden Kinderherzchirurgen zu einer Abwerbung der Mitarbeiter führen wird. Erneut hören wir von massiven Abwerbungsbestrebungen an Herrn Dr. Akintürk (Kinderherzchirurg) - diesmal aus Hamburg, Jetzt wird es ernst. Es gilt nun mehr denn je, endlich richtungweisende Entscheidungen zu treffen, die den Bestand unseres gesamten Zentrums sichern werden. Wir brauchen endlich einen eigenen Funktionsbereich Kinderherzchirurgie mit eigener finanzieller Ausstattung und einer Vertragsgestaltung für die Mitarbeiter, die ihren herausragenden Leistungen entspricht.

Mit der Qualität der Chirurgie steht und fallt das gesamte Kinderherz-Zentrum. Hier gilt es nun, Herrn Professor Schranz, den Leiter der Kinderkardiologie seinen Bestrebungen zu unterstützen, das Kinderherz-Zentrum in seiner heutigen großen Leistungsfähigkeit zu erhalten und dem enormen Zulauf an Patienten gerecht zu werden.

Warum kämpfen wir Familien mit herzkranken Kindern seit Jahren so engagiert für unser Kinderherz-Zentum? Weil wir mit unseren herzkranken Kindern tagtäglich erleben, wie hervorragend dieses Zentrum arbeitet, wie gut unsere Kinder nach ihren Operationen im Alltag zurechtkommen - auch mit noch so komplexen Herzfehlem Dies darf jetzt nicht fahrlässig in Gefahr gebracht werden.

Das eingespielte Team aus Chirurgen, Kinderkardiologen und Schwestern ist ein fragiles Gebilde. Bricht eine Stütze aus diesem System heraus gerät alles andere ebenfalls in Gefahr. Sollte einer der herausragendsten Mitarbeiter wie Herr Dr. Aktintürk erfolgreich abgeworben werden, befürchten wir einen Dominoeffekt. Was wird aus dem dichtgedrängten OP-Plan? Wo will man einen ebenso fähigen Chirurgen hernehmen - bei den heutigen Bedingungen in Gießen? Was wird aus den Umbauplänen für unsere Abteilung? Wer wird vielleicht noch mit dem Gedanken spielen, sich unter den schlechter werdenden Arbeitsbedingungen in Gießen anderweitig zu orientieren?

Wir sind sicher, all diese Erwägungen wurden von den Aufsichtsratsmitgliedem bereits selbst angestellt Nun hat man endlich die Möglichkeit, dem Kinderherzzentrum nicht nur baulich und technisch, sondern auch personell ein stabiles Fundament zu geben. Bei guten Rahmenbedingungen wird es in Zukunft möglich sein, hervorragende Mitarbeiter zu halten (auch bei immer wiederkehrenden Abwerbungsversuchen von außen - die gute Gießener Qualität ist schließlich weit über die Region hinaus bekannt) und, was ebenfalls für den Fortbestand des Zentrums unerlässlich ist, neue adäquate Mitarbeiter für diese Abteilung zu finden.

Sonja Döring

386 Wörter, 2879 Zeichen


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